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21Feb/19
Ulmenrinde beruhigt den Magen bei Tier und Mensch

Ulmenrinde beruhigt den Magen bei Tier und Mensch

Ulmenrinde? Mögen Sie sich fragen. Ja, Sie lesen richtig.

Es gibt zwei Sorten von Ulmenrinden mit zwei verschiedenen Anwendungen: die Tee-Aufgüsse der hiesigen Ulmenrinde, die vorbeugend auf Magen und Darm wirken, und die Schleim-Zubereitung der Kanadischen oder Amerikanischen Rotulme, deren Schleim wohltuend für Magen und Darm sind. Für beide gilt: Ulmenrinde beruhigt den Magen bei Tier und Mensch.

Slippery Elm Bark, die Rotulmenrinde

Slippery Elm Bark (abgekürzt SEB), Rotulmenrinde (Ulmi pubescent. Cort. conc.) gilt als gute Nahrungsergänzung bei Erwachsenen und Kindern, bei Kranken in der Rekonvaleszenz und als Futterergänzung für Tiere.

Die Slippery Elm ist ein kleiner Baum in Nordamerika. Die Rinde wird im Frühjahr geerntet und die äußere Rinde abgeschabt, so dass der schleimreiche innere Teil genutzt werden kann. Der beruhigende Schleim wird als Schleim zum Schlucken, in Salben, Umschlägen und in der Hautpflege verwendet.

Verarbeitet wird die innere Rinde der nordamerikanischen Rotulme, die sehr weich ist und Polysaccharide enthält. Diese Polysaccharide sind für die Schleimbildung verantwortlich.

Die Rotulme wächst überwiegend in Süd-Nordamerika, Norddakota, Kanada, in den niedrigeren Teilen Michigans, in den Appalachen-Berggebieten im Osten Nordamerikas und im Westen von Texas und wird von der Urbevölkerung schon seit Jahrhunderten als Naturheilmittel eingesetzt.

Die Rinde enthält viel Schleim – eine dicke, klebrige Substanz, die von einigen Pflanzen produziert wird, um Wasser und Nahrung zu speichern. Es ist auch die perfekte Umgebung für Pflanzen, um Samen keimen zu lassen.

Die hiesige Ulmenrinde

Für einen Ulme-Tee der hiesigen Ulmenrinde (Ulmi camp. Cort. conc.) übergießt man ein bis zwei Teelöffel Ulmenrinde in einem Topf mit einer Tasse kalten Wasser und bringt beides zusammen zum Kochen. Anschließend abseihen und in kleinen Schlucken trinken oder zum Gurgeln oder Spülen verwenden. Von diesem Tee verwendet man ein bis zwei Tassen täglich. Ulmenrinde beruhigt den Magen bei Tier und Mensch.

Ulme wird in der Volksheilkunde als Tee gegen Durchfall oder Magenschleimhautentzündung eingesetzt, ebenso gegen Entzündungen im Mundraum, zum Spülen oder Gurgeln.

Äußerlich wird in der Volksheilkunde der Ulme-Tee in Form von Umschlägen, Bädern oder Waschungen angewendet, auch bei Wunden, die schlecht heilen, ebenso äußerlich eingesetzt gegen Hämorrhoiden und Ekzeme.

Zurück zur SEB

Ihre innere Rinde wird im Frühjahr vom Stamm der ökologisch gezogenen Bäume (die mindestens 10 Jahre alt sind) getrennt, in großen Hallen viele Monate getrocknet, danach pulverisiert und für den Handel verpackt. Das Holz wird anderweitig verwertet.

SEB-Schleim schmeckt mild bis bitter-süßlich und kann äußerlich und innerlich angewandt werden. Der Schleim der Ulmenrinde beruhigt den Magen bei Tier und Mensch.

Zusammensetzung von SEB-Pulver

Hauptbestandteil der Ulmenrinde ist Schleim, der im Bast und der inneren Rinde vorkommt. Die anderen Bestandteile sind sehr gering (0,002 %), da die Ulme auf kargem Boden wächst.

Inhaltsstoffe (Rohprotein- und Rohfasergehalt)
Rohprotein ca. 3%
Rohfaser ca. 48%
Kohlenhydrate 1%
Ballaststoffe weniger als 2%

SEB, Slippery ElmBark, Ulmenrinde ist ein Naturprodukt, daher schwanken solche Angaben naturgemäß.

Inhaltsstoffe der SEB

Pentosan, Methylpentosan, Hexosan, Polyuronid (Pektin), Gerbsäuren (3 %), Stärke, Mineralien, Cholesterin, Moos, Calciumoxalat; Fettsäuren, wie z.B. Capryl Säure, die bei der Anwendung Pilzbefall verhindern (Candidapilz) können.

Ulmenrindenschleim kann Knochen und Gelenke schmieren, Abfallstoffe des Körpers (Darm etc.) ausscheiden helfen. Daher gehört er zu den Entgiftungsmitteln. In Studien wurde herausgefunden, dass Slippery Elm Bark auch Antioxidantien enthält, die eine positive Auswirkung auf die Nieren haben können.

Anwendung der SEB, der Rotulmenrinde

Innerlich

Zum Beispiel bei Katzen: 1/3 Teelöffel (ca. 350 mg) SEB in einer 5ml-Spritze mit lauem Wasser vermischen und der Katze bei Bedarf (z.B. bei Übelkeit/Erbrechen) eingeben. SEB kann kaum überdosiert werden, deshalb kann dies bis zu 6 Mal täglich gegeben werden. Besonders wichtig vor dem Schlafen, damit der Magen über Nacht beruhigt wird.

Bei Magenproblemen geben Sie am besten eine halbe Stunde vor der Nahrung den Ulmenrindenbrei, da er eine schützende Schicht um die Magenwände legt und so beruhigend auf die Schleimhaut wirkt.
Wenn eine Nierenerkrankung (z.B. CNI) vorliegt, entsteht Übelkeit und Magenübersäuerung. Hier hat sich Slippery Elm Bark oft bewährt. Bei Geschwüren oder Entzündungen im Mund/Maul wirkt der Ulmenschleim ebenfalls entzündungshemmend und lindernd.
Als Nebeneffekt hilft die Aufnahme von SEB auch bei trockenem und schuppigen Haut- und Haarkleid.

Es ist gut zu wissen, dass das Pulver der Rotulmenrinde die Geschwindigkeit, mit der der Körper Medikamente aufnimmt, verlangsamen kann, da der Schleim sich ja auf die Oberfläche der Magen- und Darmschleimhaut legt.

SEB lässt sich auch einkochen zu einer Sirup-ähnlichen Masse:
4 TL SEB in einem l kaltem Wasser verrühren. In einem Stahltopf zum Kochen unter ständigem Rühren aufkochen (kein Aluminium verwenden), dann beim Abkühlen weiterrühren bis der dicke Sirup entsteht.
Die Masse hält bei Raumtemperatur einen Tag, im Kühlschrank 5 Tage

Um sie als Tee zu verwenden, gießen Sie 1 Tasse kochendes Wasser über 1/2 Teelöffel der SEB, zudecken und 3-5 Minuten ziehen lassen.

Äußerlich

Die SEB mit ein wenig kaltem Wasser vermischt als „Umschlag“ für Wunden, Ausschläge verwendet werden. Sie bildet einen natürlichen „Verband“ (wirkt antiseptisch), der nach einigen Stunden mit Wasser einfach wieder entfernt werden kann.

Kräuter-Wissende schreiben der Ulmenrinde sanfte und wirksame Heilungseigenschaften zu:

– Nahrhaft (Versorgung mit spezifischen Nährstoffen)
– lindernd/beruhigend (z.B. Magen/Darm-Schleimhaut)
– adstringierend (zusammenziehend) wirkt auf Schleimhäute und Wunden durch Eiweißfällung abdichtend und reizmildernd, schränkt so die Geschmackempfindung eins und hemmt die Sekretion der Verdauungsdrüsen)
– schleimbildend

Deshalb kann der Ulmenrindenbrei bei entzündlichen Schleimhaut-Erkrankungen, wie z.B. des Magen/Darm-Traktes, der Lungen (Bronchitis, Asthma), Nieren, Blase, Hals etc. verwendet werden.

Einige Beispiele aus der Volksheilkunde:

– Linderung und Abheilung von Geschwüren im Mund/Maul
– Linderung und Entzündungshemmend bei Zahnschmerzen
– Überraschende Erfolge bei Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn
– Rasche Hilfe bei Übersäuerung, Erbrechen, Magenschleimhautentzündungen, Durchfall, Verstopfung, Koliken, Husten, Bronchitis etc.

Es gibt keine bekannten Nebenwirkungen der Ulmenrinde, aber die Einnahme des Ulmenrindenschleims kann die Absorption von anderem (Nahrung, Medikamente) verhindern. Darum wird empfohlen, mindestens eine halbe Stunde Abstand zwischen  den Mahlzeiten und der Aufnahme von Ulmenrinde und/oder Medikamenten einzuhalten.

Bei Hautumschlägen kann es zu allergischen Symptomen kommen. Falls dies eintreten sollte, ist die Ulmenrinde nicht mehr äußerlich anzuwenden.

Die Informationen über Slippery Elm Bark wurden aus Literatur und Internet zusammengestellt und zusammengefasst. Sie ersetzen keinesfalls eine notwendige, medizinische Behandlung. Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass Sie sich selbst informieren.

SEB kommt aus Amerika

Die nordamerikanischen Indianer verwendeten Rotulme, um Balsame oder Salben zur Heilung von Wunden, Verbrennungen, Geschwüren und Hautkrankheiten zu schaffen. Sie nahmen es auch oral, um Halsschmerzen, Husten und Magenbeschwerden zu lindern.

Während des Amerikanischen Bürgerkrieges wurde der Schleim auf die Wunden von Soldaten gelegt, wenn sonst nur wenig verfügbar war.

Trotz aller historischen Beweise gibt es leider einen deutlichen Mangel an wissenschaftlicher Untersuchung über die Vorteile und Anwendungen von Rotulmen-Rinden-Pulver für die menschliche Gesundheit.

Aufgrund des hohen Anteils an natürlich vorkommendem Schleim ist Slippery Elm Bark traditionell indiziert bei Erkrankungen, die eine Entzündung oder Störung unserer Schleimhäute mit sich bringen – von der gastrointestinalen Auskleidung bis topisch, also auf der Haut.

Rotulmenrindenpulver kann in folgenden Situationen nützlich sein:

  • Verdauungsstörungen
  • GERD (gastroösophageale Refluxkrankheit)
  • Sodbrennen
  • Symptome von Erkältung und Grippe
  • Kann die Atemwege beruhigen und als Antitussiva (Hustenmittel) wirken.
  • IBS (Reizdarmsyndrom), Verstopfung, Durchfall
  • Kann die Darm-Schleimhäute beruhigen und den Stuhl reichlich füllen (sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall).
  • Topisch für Hautgeschwüre und Lippenherpes

Wie erwähnt, verwendeten die Indianer die Ulmenrinde in Umschlägen und Kompressen bei Wunden und Hautirritationen.

Traditionelle Anwendungen für Slippery Elm Bark

Rotulmen Rinden Pulver wurde historisch für die Behandlung von Wunden oder entzündeten Geweben eingesetzt, in der Regel in Kombination mit Storchenschnabel und beruhigenden Verdauungs-Kräutern.

Sie wurde am häufigsten für Menschen mit Verdauungsproblemen und entzündlichen Erkrankungen wie Morbus Crohn und Leaky-Darm-Syndrom verschrieben.

Dosierung der Rotulmenrinde

Betrachtet man SEB eher als “Functional Food” als ein Supplement, gibt es keine spezifischen Dosierungen, keine Obergrenze wurde festgelegt und keine Nebenwirkungen gemeldet.

Eine typische Rezeptur ist ein Teelöffel voll Pulver, der durch Zugabe von heißem oder kaltem Wasser zu einer Paste verarbeitet wird. Dies kann in Intervallen während des Tages, vor dem Schlafengehen als Antitussiva (Hustenmittel) oder als Tee oder Zutat in Mahlzeiten – wie Brei – gegeben werden.

Kombinationen, um die Wirkung zu verstärken

Ulmenrindenpulver lässt sich gut kombinieren mit Ingwer, um Verdauungsprobleme zu lindern, mit hohen Vitamin C-Superfoods wie Acerola-Kirsche und Hagebuttenfrucht und mit Zink und Selen für die Immungesundheit.

Wenn das Pulver mit Präbiotika und Probiotika wie z.B. Yacon-Wurzelpulver kombiniert wird, verstärkt dies die wohltuende Wirkung im Darm.

Slippery Elm Bark kann ziemlich schnell wirken, manchmal schon nach 1 bis 2 Tagen. Die meisten Verdauungsprobleme neigen jedoch dazu, etwas längere Zeit zu brauchen.