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21Feb/20
L-Lysin, die wichtige Aminosaeure

Lysin, die wichtige Aminosäure

Wofür brauchen Sie Lysin, die wichtige Aminosäure?

Lysin ist eine essentielle Aminosäure, d.h. Sie müssen sie essen, damit sie in den Körper kommt. Essen Sie Fleisch und Fisch, Eier und Käse, Linsen und Sojabohnen, Erdnüsse? Dann sind Sie auf einem guten Weg.

Lysin wird für Stoffwechselprozesse im Körper gebraucht, zur Bildung von Eiweißen für Muskeln, Gelenke, Haut und die Knochendichte.

Lysin wichtig für vegan lebende Menschen

Besonders Menschen, die vegan leben, brauchen oft eine zusätzliche Gabe L-Lysin für ihre Knochengesundheit, da sie kaum Carnitin über Fleisch und Milchprodukte zu sich nehmen. Um das wenige aufgenommene Carnitin für den Körper verfügbar zu machen, muss genügend Lysin, die wichtige Aminosäure, vorhanden sein.

Gleiches gilt für die Verarbeitung von Kollagen im Körper. Bevor Sie Ihre tägliche Dosis Kollagen (am leichtesten verdaulich ist Fisch-Kollagen) zu sich nehmen, hilft  Ihnen ein Glas Wasser mit L-Lysin-Pulver, das Kollagen in die Knochen und Gelenke zu bekommen.

Lysin fürs Gehirn

Eine weitere wichtige Aufgabe für Lysin, die wichtige Aminosäure, ist die Bildung von Glutamat, einem wichtigen Neurotransmitter, einem Botenstoff in der Kommunikation zwischen den Nervenzellen des Gehirns. Hier sorgt Lysin für ein helleres Gemüt, da das Gehirn bei Lysin-Mangel mit Angstzuständen reagiert.

Elastin, das z.B. für die Dehnbarkeit der Lunge, der Arterien, Bänder und Sehnen, verantwortlich ist, braucht ebenso Lysin, die wichtige Aminosäure, zur Herstellung.

Lysin bekämpft schädliche Mikroben

Lysin ist wichtig bei der Abwehr von Viren, Pilzen, Bakterien und Tumoren als Gegenspieler zu Arginin, einer weiteren essentiellen Aminosäure. Daher empfehlen viele Wissende, dem Körper immer gleich viel L-Lysin wie L-Arginin zuzuführen.

Lysin ist unentbehrlicher Baustoff für Proteine

So oft wird von ausgewogener Ernährung geschrieben. Wie viel Lysin soll darin enthalten sein?

Nach neueren Studien sollen Erwachsene 30-40 mg pro kg Gewicht täglich zu sich nehmen.

Säuglinge und Kinder brauchen mehr, nämlich ca. 100 mg pro kg Gewicht, da sie ja daraus den Körper erst einmal bilden müssen. Mit 2 Jahren brauchen sie nur noch ca. 60 mg, ab 10 Jahren zwischen 30 und 40 mg.

Stillende Frauen sollten ca. 30 mg pro Körper-Kilogramm zu sich nehmen.

Lysin, die wichtige Aminosäure, Dosierung

Je nach Größe und Gewicht nehmen Sie zwischen 0,5 und 2 g pro Tag, immer auf nüchternen Magen. Bei stärkerem Bedarf auch höhere Dosen von bis zu 4 g pro Tag.

Lysin im Sport

Lysin stärkt die Gesundheit und das Immunsystem und dient im Sport zur Leistungssteigerung und zur Fettverbrennung. Nach dem Sport können sich mit Lysin die Muskeln schneller regenerieren.

Da Lysin zur Bildung von Kollagen (für Knochen, Haut, Gelenke) gebraucht wird, ist die erhöhte Einnahme zur Vorbeugung gegen Osteoporose angebracht.

Lysin, die wichtige Aminosäure, und Kalzium

L-Lysin erleichtert die Kalzium-Aufnahme in die Knochen und stärkt daher den Knochenbau.

Nicht nur das, Lysin steigert sogar die Aufnahme von Kalzium im Darm, so dass weniger Kalzium ungenutzt mit dem Urin ausgeschieden wird.

Lysin und Kollagen

Auf ähnliche Weise verbessert Lysin die Aufnahme von Kollagen in die Sehnen, Bänder, Knorpel und Knochen.

Bemerkenswert bei der Wirkung von L-Lysin beim Knochen-(Wieder-)Aufbau ist, dass die Wirkung auf das Kollagen durch die gleichzeitige Gabe von L-Arginin noch verstärkt wird, und zwar um mehr als ein Viertel. Wenn mehr Kollagen aufgenommen wird, werden die Knochen und Gelenke stärker und gleichzeitig flexibler.

Je länger die Einnahme von Lysin, Arginin und Kollagen anhält, desto stärker wird die Typ-I-Kollagensynthese und damit die Knochendichte und der Knorpel-Aufbau.

Lysin, die wichtige Aminosäure, bei Herpes

L-Lysin kann verhindern, dass Herpesbläschen überhaupt entstehen, und verkürzt bei hochdosierter Einnahme von 2 bis 3 g über den Tag verteilt den Herpes-Verlauf oder verhindert den Ausbruch überhaupt. Wenn Sie Lysin-Pulver (mit etwas Wasser vermischt) auf den Lippenbereich vorbeugend auftragen, kann die Bläschenbildung ganz ausbleiben. Dies ist durch wissenschaftliche Studien belegt.

Lysin Studien gegen Stress und Angstzustände

Wenn Personen wenig L-Lysin und L-Arginin über die Nahrung aufnehmen können sie unter Angstzuständen leiden. Bei gleichzeitiger Einnahme von je 2,5 g pro Tag L-Lysin und L-Arginin können die hormonellen Stressreaktionen, die das Angstgefühl erzeugen, vermindert werden. Dies konnte in einer doppelblinden, placebokontrollierten und randomisierten Studie bewiesen werden, indem das Stresshormon Cortisol vor und nach der Einnahme gemessen wurde.

Daraus ergibt sich, dass diese beiden Aminosäuren geeignet sind, Stress zu reduzieren.

Was natürlich beim Sport höchst wünschenswert ist. So wird die Leistung gesteigert und über die Produktion von Carnitin mehr Fett verbrannt.

15Dez/18
Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore,

Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore

In der südamerikanischen Ethnomedizin werden mit Jergon Magen- und Darmprobleme, Tumore  und  HIV behandelt.

Was gegen giftige Schlangenbisse hilft, kann auch bei anderen Krankheiten helfen. Jergón Sacha (Dracontium loretense) hat höchst wirksame Knollen und Wurzeln (Radix dracontii). Eine Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore.

Die Pflanze gehört zu den Araceae (Aronstabgewächsen, Dracontium loretense) und hat verschiedene einheimische Namen: fer-de-lance, sacha jergon, hierba del jergon, erva-jararaca, jararaca-taia, milho-de-cobra, taja-de-cobra

Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore: 2-3 g Jergon Pulver 2-3 mal täglich in Wasser gelöst zu trinken, soll auch gegen andere Krankheiten helfen.

Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore, Herkunft

Jergon Sacha ist eine tropische Pflanze, die im Unterholz aus einem langen, dicken Stängel wächst. Nur ein einziges, riesiges, tief geteiltes Blatt bildet sie. Wenn die Zeit kommt, in der sie die Frucht bildet, erreicht der dicke Stängel eine Wuchshöhe von 1-2 m und schaut aus wie ein junger Baumstamm. Die Frucht wächst in dem fleischigen Stängel in einer kastanienbraunen Blattscheide (Hülle) mit sehr leuchtend rotorangenfarbigen, beerenförmigen Samen. Die Blätter sehen ähnlich aus wie eine Dieffenbachia, nur viel größer, denn das Blätterwerk wird bis zu 2,5 m breit. Ca. 13 Arten gibt es in Südamerika.

Ethnobotanisch betrachtet wird Jergón Sacha als “Muster-Pflanze” betrachtet, also so in der Naturheilkunde eingesetzt, wie sie aussieht, denn der Stängel und die Flecke schauen aus wie eine giftige Schlange aus Peru, die dort genauso genannt wird wie die Pflanze: Jergón Sacha, eine äußerst giftige Schlangenart (Bothrops).

Die Völker dieser Gebiete nutzen Knollen und Wurzelstock von Jergón Sacha als Gegengift bei Schlangenbiss, und zwar frisch. Die Wurzel wird schnell geschnitten, in kaltem Wasser zerstoßen und dann verabreicht. Die Knolle wird auf einem Bananenblatt klein geschnitten und auf die betroffene Stelle gelegt. Der Umschlag wird stündlich gewechselt. Mehr von der im Wasser zerstoßenen Wurzel wird jede dritte oder vierte Stunde verabreicht. Wenn dies unmittelbar nach dem Biss (binnen einer Stunde) geschieht, hat es eine starke Wirkung.

Einheimische Stämme in Guyana benutzen dieses Gegengift auch bei Stachelstich, Spinnenbiss oder Verletzungen mit Curare vergifteten Pfeilen. Vorbeugend peitschen sie sich Beine und Körper mit Blättern und Wurzeln von Jergón Sacha ein, um vor Schlangen- und Spinnenbiss geschützt zu sein.

Jergón Sacha wird auch zu anderen Zwecken benutzt. Das Knollen-Pulver wird bei Chlorose, Amenorrhea und Keuchhusten eingesetzt. Es wird auf die Haut aufgetragen bei Krätze (Scabies) und der Saft aus den frischen Knollen wird bei schmerzhaftem Mückenbiss eingesetzt. Die ganze Pflanze in Wasser zu zerstampfen und darin zu baden, hilft bei Gicht.

Jergón Sacha Pulver kann auch als Naturheilmittel für HIV-Kranke, bei Krebstumoren, gastrointestinalen Beschwerden, Hernien (Bauch-, Leistenbruch), Handtremor und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt werden. Es wird entweder eingenommen oder als Umschlag äußerlich angewendet.

Die Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore wurde von einem Arzt entdeckt.

Das Interesse für Jergón Sacha als Mittel gegen AIDS wurde durch einige Zeitungsartikel in der peruanischen Presse Anfang der 90er Jahre erweckt.

Der Held in diesen Zeitungsberichten war Dr. Roberto Incháustegui Gonzáles, Präsident der Kommission für sexuell übertragbare Krankheiten im Rahmen des Peruanischen Instituts für Sozialfürsorge (ESSALUD) in Iquitos.

Die Medien berichteten über erstaunliche Ergebnisse, die bei AIDS-Kranken mit Pflanzen-Extrakten in den Jahren 1989-1993 erreicht wurden. Einer dieser Extrakte war aus den Knollen von Jergón Sacha (D. peruvianum) mit antiviraler Wirkung; der andere war aus Ranken der Katzenkralle Uncaria tomentosa gewonnen als immun-stimulierendes Mittel.

Dr. Incháustegui fand heraus, dass die meisten HIV-Kranken nach dieser Behandlung als negativ diagnostiziert wurden und nach ca. 6 Monate zurück ins normale Leben konnten.

Jetzt ist es an Dr. Incháustegui, zu dieser Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore und die Erfahrungen dieser Fälle in eine wissenschaftliche Form zu bringen. Was zu seiner Arbeit in Iquitos regelmäßig in den letzen zehn Jahren in der peruanischer Presse veröffentlicht wurde, gilt ja noch nicht als wissenschaftlicher Beweis.

Aber die Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore, Jergón Secha, scheint nicht nur gegen das HIV-Virus, sondern auch gegen andere Krankheiten wie Herpes zoster zu helfen. Diese Erkenntnisse haben enormes Interesse für Jergon Sacha seit Ende der 90er Jahre auf dem Weltmarkt hervorgerufen

Tausende Kilos Jergón Sacha wurden in den letzten Jahren nach Europa exportiert, was direkte Auswirkungen auf den Anbau der Pflanzen verursachte. Da die ganze Wurzel-Knolle geerntet wird, stirbt die Pflanze und muss sofort wieder angebaut werden. Innerhalb der letzten 5 Jahre wurde ein Anbauverfahren entwickelt, das sich bewährt hat. Genau dort, wo eine Jergon Pflanze entnommen wird, kommt ein neuer Samen hinein, an exakt dieselbe Stelle, gleich nach der Ernte.

Zusätzlich werden ehemalige Kokaplantagen und entwaldete Gebiete mit biologischen Methoden neu und organisch aufgebaut, um langfristig den Weltmarkt beliefern zu können.

Die Wissenschaft beginnt erst jetzt, diese Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore richtig zu erforschen, um bald klinische Studie zu veröffentlichen, die ihre Eigenschaften beschreibt. Eines kann schon festgestellt werden, nämlich die phytochemische Zusammensetzung der Knolle:

Alkaloide, Flavonoide, Fenol, Saponine, Sterole, Triterpene und Stärke.

Sobald die Wirkung gegen Schlangenbiss klinisch bestätigt ist, kann damit auch die antivirale Wirkung bei HIV erklärt werden. Denn die bisherigen Antiretrovirus-Arzneien sind Protease hemmende Mittel (Inhibitoren). Sie verhindern die Reproduktion des HIV-Virus – es kommt zur Blockierung der aktiven Bestandteile des HIV-Virus, d. h. der Proteasenenzyme. Mit solchen blockierten Enzymen reproduziert sich der Virus auf „defekte” Weise und kann keine weiteren Zellen infizieren. Bei der  heute bekanntesten HIV-Therapie werden „Proteaseninhibitoren” mit anderen Antiretrovirus-Drogen kombiniert, die den Virus direkt angreifen. Proteasen sind in jedem Lebewesen vorhanden: es sind Protein-verdauende Enzyme.

Proteasen sind die Hauptkommponenten von Schlangen- und Spinnengiften. Die Umgebung der Biss-Stelle stirbt ab, weil die Giftproteasen stark und zerstörend wirken. Die Wirkungskraft der Proteasen hängt von der Menge des geschädigten Gewebes ab. Viele Naturheilmittel wurden in solchen Fällen mit Erfolg eingesetzt, besonders die, welche schnell und direkt auf die Biss-Stelle aufgelegt werden. Jergon Sacha wurde ebenfalls als natürlicher Protease-Iinhibitor klinisch überprüft.

Die Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore und neue Chemikalien und Drogen in Amazonien sind Beispiele für das Interesse der Wissenschaft für die Pflanzen, die den Einheimischen als Gegengifte bei Schlangenbiss dienen.

Es ist wahrscheinlich, dass Dr. Incháustegui während des Heilungsprozesses von HIV-Kranken solchen natürlichen Protease-Hemmern in Jergón Sacha begegnet ist.

Es ist jedoch notwendig, weitere klinische Tests durchzuführen, um die Mechanismen gegen Viren und Schlangenbiss beweisen zu können. Denn ohne einschlägige Untersuchung, die ihre phytotherapeutische Wichtigkeit bestätigen würde, wird es noch lange dauern, bis sie sich als ernstes Naturheilmittel in der „modernen Welt” durchsetzt.

Kontraindikationen:
Keine bekannt

Nebenwirkungen:
Keine bekannt

Traditionelles ethnomedizinisches Rezept:
In der peruanischen Naturheilkunde wird empfohlen, 2-3 g Knollenpulver 2-3mal täglich oder 3-5 ml Knollenextrakt zu verabreichen.

Phytoterapeutische Eigenschaften:
Antiasthmatikum, Antivirotikum, Immunostimulans, Cytostatikum, Antiseptikum, Tonikum

Phytochemische Zusammensetzung:
Alkaloide, Floronoide, Fenole, Saponine, Sterole, Triterpene

Quellen
Amazonian Ethnobotanical Dictionary, DUKE A.J., VASQUEZ R., C.R.C. Press, Boca Raton, USA, 1994, ISBN 0-8493-3664-3
Diccionario enciclopedico de plantas utiles del Perú, BRACK EGG A., CBC – Centro de Estudios Regionales Andinos «Bartolomé de Las Casas» , Cuzco, Perú, 1999 , ISBN 9972-691-21-0
Herbal secrets of the rainforest , TAYLOR L. , Prima Health a division of Prima publishing, CA, USA, 1998, ISBN 0-7615-1734-0
Salud para todos, LACANZE D., ALEXIADES M., Fenamed, Madre de Dios, CBC – Centro de Estudios Regionales Andinos «Bartolomé de Las Casas», Cuzco, Perú, 1995, ISBN 84-8387-023-1
Sesenta Plantas medicinales de la Amazonía Peruana, DESMARCHELIER C., WITTING SCHAUS F., eBio2000, Lima, Perú, 2000, ISBN 9972-9186-0-2
The Healing Forest, SCHULTES E.R., RAFFAUF R.F., DioscoridesPress, Portland (OR), USA, 1992, ISBN 0-931146-14-3
Vocabulario de los nombres vulgares de flora peruana, SOUKUP J. SDB, Editoria Salesiana, Lima, Perú, 1975