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28Mai/20

Artemisia annua, einjähriger Beifuß, Hilfe bei COVID-19?

Artemisia annua, einjähriger Beifuß, Hilfe bei COVID-19?
Angeregt durch die Ankündigung des Präsidenten von Madagaskar schreiben die Medien viel über Artemisia annua, den Einjährigen Beifuß.

Die Pflanze wird erfolgreich bei Malaria eingesetzt, denn ihr Wirkstoff Artemisinin hilft dem Körper, mit dem Malaria-Erreger fertig zu werden. Wie auch andere Malaria-Medikamente bei COVID-19 wird nun auch Artemisia annua auf ihre Wirksamkeit untersucht und mit Forschungsergebnissen soll bald zu rechnen ein.

Warum könnte Artemisia annua, der einjährige Beifuß, bei COVID-19 helfen?

Da es bisher noch keine offiziellen Medikamente gegen COVID-19 gibt, werden bei anderen Krankheiten erprobte antivirale Medikamente in Betracht gezogen oder solche, wie bei Artemisia annua, dem einjährigen Beifuß, der sich in der Traditionellen Chinesischen Medizin schon als Kräuter-Medizin bewährt hat. Und tatsächlich machen die ersten Erfahrungen Hoffnung, denn 2005 wurde Artemisia annua bei der Sars-CoV mit gutem Erfolg eingesetzt.

Das Max-Planck-Institut in Potsdam nahe Berlin testet derzeit mit dänischer Beteiligung in Zellstudien einige Extrakte, Tinkturen und andere Kräuterauszüge von Artemisia annua, auch „süßer Wermut“ genannt.

Artemisia annua ist ungiftig und wird seit Jahrhunderten eingesetzt

Besonders bei Malaria sind Medikamente, die auf Artemisia annua beruhen, eine weltweit medizinisch anerkannte und wirksame Behandlung. Sie sind wirksam und gleichzeitig so ungefährlich, dass sie auch bei Babys und Kleinkindern eingesetzt werden.

Artemisia annua nicht verwechseln mit Artemisia vulgaris

Artemisia annua, der Einjährige Beifuß, ist mit seinem Hauptwirkstoff Artemisinin bei manchen gefährlichen Krankheiten hochwirksam. Er ist nur ganz entfernt verwandt mit dem als Gewürz und Magenberuhiger bekannten Beifuß, Artemisia vulgaris, der Frauen auch bei Unterleibs-Problemen helfen kann.

Mit Nobelpreis ausgezeichnet

Die Medizin-Nobelpreisträgerin von 2015, Tu Youyou, eine chinesische Pharmakologin, bekam den Preis für die Entdeckung, wie das Artemisinin aus der Pflanze isoliert werden kann. Seitdem wurde Artemisinin mit Erfolg in Kombination mit Eisenpräparaten eingesetzt, um die Malaria-Parasiten abzutöten, und das ohne Nebenwirkungen.

In den letzten Jahrzehnten entwickelten sich jedoch Resistenzen gegen das reine Artemisinin. Außerdem ist das reine Artemisinin sehr teuer und nicht wasserlöslich.

Folgerichtig ist jetzt wieder die ganze Artemisia annua Pflanze im Fokus der Aufmerksamkeit, denn niemand kann eine ganze Pflanze nachbauen. Mit all ihren Pflanzen-Nebenstoffen hat sie ein viel breiteres Wirkungsspektrum als ein isolierter Einzelwirkstoff.

Wodurch also könnte Artemisia annua bei COVID-19 helfen?

Artemisia annua (Einjähriger Beifuß) Pflanzen-Pulver und -Extrakte können nicht nur Malaria Plasmodien abtöten, sondern haben sich bei Infektionen durch Bakterien oder Viren z.B. Borreliose, Herpes zoster, Helicobacter pylori, HPV oder AIDS als wirksam bewiesen. Erste Versuche bei verschiedenen Krebsarten sind ebenfalls ermutigend.

Bemerkenswert ist darüber hinaus die Wirkung von Einjährigem Beifuß über die Haut bei Menschen, die z.B. mit Gürtelrose, Warzen oder weißem Hautkrebs zu tun haben. Sie können zusätzlich zur inneren Einnahme auch eine Tinktur aus Artemisia annua auftragen oder sich mit dem Pflanzenpulver auf Salbenbasis eine Creme mischen und diese auftragen.

Mehr zur Vorbeugung gegen Virus-Erkrankungen wie COVID-19 lesen Sie hier.