Monthly Archives: Juni 2019

16Jun/19
Guaveblaetter wirken morphinähnlich

Guavenblätter wirken morphinähnlich

Die Blätter der Psidium guajava (der echten Guave), haben es in sich. Die Guavenblätter wirken morphinähnlich, entkrampfend, sind also ein natürliches Analgetikum. Durch die schmerzlindernde Wirkung können sie als natürliches Schmerzmittel verwendet werden. Häufig wird das Blattpulver mit einem Püree aus den Früchten gemischt. Diese Mischung wird bei Durchfall, verdorbenen Magen und Erkältungen eingesetzt.

Die narkotische Wirkung der Pflanze wird überwiegend dem enthaltenen Quercetinderivat (Quercetin-3-arabinosid) zugeschrieben.

Das Polyphenol Quercetin ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der ähnliche Eigenschaften wie oligomere Procyanidine (OPC) hat. Die Einnahme hat in Studien am Menschen positive Wirkungen bei Entzündungen, allergischen Reaktionen, auf Durchblutung und Blutdruck, Wundheilung und Diabetes gezeigt

Die Guave ist in der Lage, Bakterien, Pilze und Würmer, die den Organismus befallen, unschädlich zu machen. Guave Blätter haben mehr der gesunden Eigenschaften der Frucht und wirken auch bei Magenbeschwerden, Erbrechen, Menstruationsschmerzen, Schwindelgefühl und Halsschmerzen. Besonders bewährt haben sich die Blätter der Guave bei Haarausfall und anderen Haarproblemen.

In älteren Studien wurden in den Guavenblättern die folgenden Stoffe nachgewiesen: Quercetin, Guaijaverin, Leucocyanidin und einige Amritsoside.

Guavenblätter wirken morphinähnlich

Angeregt durch die Erfahrungswerte der Volksmedizin und der Schaman*innen werden seit den 1990er Jahren wissenschaftliche Untersuchungen mit Guave Blättern durchgeführt, Universitäten in Indien, Japan, Malaysia und Guatemala kamen zu ähnlichen Ergebnissen mit unterschiedlichen Versuchsreihen: Psidium guajava, (Amrood auf Hindi) die echte Guave, Guayaba oder Goiaba kann uns mit mehr als nur der Frucht erfreuen, Guavenblätter wirken morphinähnlich! Sie wirken leicht euphorisierend und narkotisch, lindern Schmerzen, und können daher als natürliches Schmerzmittel verwendet werden.

Denn Guavenblättern wurde wissenschaftlich eine morphinähnliche Wirkung nachgewiesen. Die Effekte sind leicht euphorisierend, entkrampfend, schmerzstillend und narkotisch. Ausgelöst wird dieser Effekt durch die Hemmung der Acetylcholin-Ausschüttung. Das in den Blättern enthaltene Flavonoid Quercetin ist vermutlich dafür verantwortlich, was sich auch bei Epilepsie gezeigt hat.

Was auch gegen Krebs helfen kann: Dr. Anju Sood sagt: “Guavenblätter können das Krebsrisiko senken” – insbesondere Brust-, Prostata- und Mundkrebs – aufgrund hoher Mengen des Lycopin-Antioxidans.

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Lycopin eine wichtige Rolle bei der Reduzierung des Krebsrisikos spielt. Eine japanische Studie von 1994 wies die Substanz Gallocatechin in den Blättern nach, die antimutagen wirkt. Das bedeutet, dass die DNA repariert werden kann, wenn sie durch Strahlung oder Gifte verändert wurde.

Guavenblätter bei Magen-Darm-Problemen

Dass die Blätter der Guave als Heilpflanze angewandt werden, ist schon seit Urzeiten der Fall, am bekanntesten ist die Wirkung der Blätter, aufgegossen als Tee, gegen Durchfall. Insbesondere die Blätter werden dazu genutzt, um Heilmittel herzustellen, die als Durchfallmittel eingesetzt werden.

Guavenblätter sind nützlich bei der Behandlung von Magen-Darm-Problemen, da sie die Produktion von zusätzlichem Schleim reduzieren, der das Verdauungssystem reizen und das mikrobielle Wachstum im Darm aufgrund antibakterieller Eigenschaften verhindern kann.

Im Journal des Instituts für Tropenmedizin von São Paulo wurde eine Studie veröffentlicht, dass Extrakte aus Guavenblättern das Wachstum des Bakteriums Staphylococcus aureus hemmen, einer häufigen Ursache für Durchfall.

Laut Drugs.com leiden Menschen, die an Durchfall leiden und Guavenblatt-Tee trinken, weniger unter Bauchschmerzen, haben weniger wässrige Stühle und erleben eine schnellere Genesung.

Zubereitung Guavenblattpulver-Tee

1 gehäuften TL Guavenblätterpulver mit 1/2 l kochendem Wasser aufgießen, 5 min leicht köcheln lassen, 10 min ziehen, dann auf Trinktemperatur abkühlen lassen, den Sud unbedingt aufrühren und mittrinken, um die volle Wirkung zu erlangen.

Wenn es schnell gehen soll, können Sie das Guavenblattpulver auch nur in einer Tasse heißem Wasser einweichen.

Guavenblätter können so zu einem fast magischem Tee verarbeitet werden, der in Mexiko und Teilen Südamerikas seit Jahrhunderten zur traditionellen Medizin gehört, ebenso wie der Damiana-Tee aus Mexiko.

Guaven Blätter enthalten Antioxidantien wie Vitamin C, und Flavonoide wie Quercetin.

“Die Blätter des Guave enthalten Vitamin B3 (Niacin) und Vitamin B6 (Pyridoxin), die dazu beitragen, die Blutzirkulation im Gehirn zu stimulieren, die kognitive Funktion zu verbessern und die Nerven zu entspannenn“, sagt Dr. Manoj K. Ahuja.

Guavenblättertee reduziert den Cholesterinspiegel

Laut einem in “Nutrition and Metabolism” veröffentlichten Artikel hatten Studienteilnehmende, die Guavenblatt-Tee tranken, nach acht Wochen einen niedrigeren Cholesterinspiegel.

Wenn zusätzlich die Frucht z.B. als Fruchtpüree, gegessen wird, senkte sich der Cholesterinspiegel in einem Test um 9,9 %, der Triglycerisspiegel um 7,7 %, während die guten Fette (HDL) über 8 % stiegen.

Mit Tee aus Guavenblattpulver Diabetes in den Griff bekommen

Die Regierung von Japan hat Guavenblatt-Tee als gesundheitsspezifisches Lebensmittel zur Vorbeugung und Behandlung von Diabetes zugelassen. Denn dessen Inhaltsstoffe helfen bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels nach den Mahlzeiten, indem sie die Absorption von zwei Zuckerarten hemmen – Saccharose und Maltose.

Laut dem in “Nutrition and Metabolism” veröffentlichten Artikel hemmt Guavenblatt-Tee verschiedene Enzyme, die Kohlenhydrate im Verdauungstrakt in Glukose umwandeln und möglicherweise die Aufnahme ins Blut verlangsamen.

Guaven Blätter Tee lindert Husten

Durch den hohen Gehalt an Vitamin C und Eisen lindert ein Absud von Guave Blättern Husten und Erkältung, vor allem, den Schleim zu lösen. Damit werden auch die Atemwege, Hals und Lunge desinfiziert.

Ein weiteres Kraut aus Südamerika kann ganz besonders gut Schleim lösen: Amba’y

Guaven Blätter Tee reduziert Akne

Auch hier ist es der hohe Anteil an Vitamin C der Guaven Blätter, der dabei helfen kann, Akne loszuwerden, wenn sie auf die betroffenen Stellen als Paste aus dem Blattpulver aufgelegt werden.

So verbessert sich die Hautstruktur, denn die Guavenblätter haben hohe adstringierende Eigenschaften, gemischt mit Guaven-Fruchtpüree ist die Wirkung noch stärker. Das Auftragen der abgekochten Blätter auf die Haut kann dabei helfen, die Gesichtshaut zu straffen und zu glätten.

Guaven Blattpulver Tee verhindert Haarausfall

Wenn Sie unter Haarausfall leiden, helfen Ihnen diese Blätter. Guavenblätterpulver mit Wasser kochen, abkühlen lassen und in die Kopfhaut einmassieren. Die Paste auf dem Kopf lassen, bis sie getrocknet ist, dann ausspülen.

Das Vitamin C der Guave Blätter sorgt für ein besseres Wachstum der Haarfollikel. Eine Haarspülung aus Guave Blättern ist ein völlig natürliches Haarpflegemittel ohne chemische oder künstliche Zusätze. Außerdem ist die Guave-Spülung ein wirtschaftliches Haarwuchsmittel, denn die Zubereitung der Pflegespülung ist sehr einfach. Guaveblätterpulver ein paar Minuten kochen, abkühlen lassen, auf die Haare auftragen, einwirken lassen, abspülen.

Guave Blätter sollen ein schnelles Haarwachstum fördern und dadurch kahlen Stellen auf dem Kopf entgegenwirken. Haarausfall ist häufig eine Folge von trockener und schuppiger Kopfhaut. Mit ihren entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften fördert die Guave die Gesundheit der Kopfhaut.

Die Guave Haarspülung macht das Haar wieder weich und glänzend, und es duftet angenehm frisch und süß nach Guave. Bei häufiger Anwendung bekommen die Haare mehr Volumen und lassen sich leichter kämmen.

Das in Guave Blättern enthaltene Vitamin C fördert die Kollagen-Produktion. Kollagen hat einen wichtigen Einfluss auf das Haarwachstum. Die Haare wachsen wieder schneller und vor allem gesünder nach.

In den Blättern der Guave ist ebenfalls Lycopin enthalten. Die antioxidative Wirkung von Lycopin ist circa 100 mal höher als die von Vitamin E oder Beta-Carotin. Deshalb schützt die Pflegespülung aus Guave Blättern deine Haare auch vor schädlichen UV-Strahlen.

Guave und Kokosöl gegen Zahnschmerzen

Eine der bekanntesten Anwendungen in den Tropen ist es, Guavenblätter zu kauen und zu schlucken, wenn man Zahnweh hat.
Guavenblätter sind entzündungshemmend und tragen zur Erhaltung der Mundgesundheit bei, also ist Guavenblatt-Tee ein fantastisches Hausmittel gegen Zahnschmerzen, Zahnfleischschwellungen und-blutungen, und Mundgeschwüre aufgrund seiner starken antibakteriellen Wirkstoffe.

Guavenblatt-Tee macht die Zähne stärker.

Anwendung: Guaven-Blattpulver zu einer Paste mischen und auf Zahnfleisch und Zähne auftragen, 10 Minuten einwirken lassen, danach Ölziehen mit BIO Kokosöl: einen Esslöffel des Öls in den Mund nehmen und 15-20 Minuten lang durch die Zähne ziehen, von links nach rechts, von rechts nach links, von oben nach unten. Danach das Öl in ein Papiertuch (Küchenrolle) ausspucken und in den Mülleimer werfen, so dass die gelösten und ausgeschwemmten Bakterien nicht in den Wasserkreislauf gelangen. Danach den Mund ein paar Mal mit warmem Wasser ausspülen und fertig.
Ölziehen wirkt sich vor allem positiv auf die Zahn- und Mundgesundheit aus und beugt gegen Karies, Zahnfleischbluten, Zahnbelag vor.

Guaven-Blatt-Tee verbessert die Schlafqualität

“Das regelmäßige Trinken von Guavenblatt-Tee trägt zur Verbesserung der Schlafqualität bei “, sagt Dr. Ashutosh Gautam, Leiter für klinische Operationen und Koordination bei Baidyanath. Es beruhigt Ihre Nerven und Ihren Geist und macht es einfacher, sich einer ruhigeren Nacht hinzugeben.

Psidium guajava ist durch seine narkotische Wirkung gut für den Schlaf, Guavenblätter wirken morphinähnlich, enthalten jedoch kaum bis gar kein Morphin!
Daher wirken sie bei Schlaflosigkeit. Nach der Einnahme den Blättertees soll ein zentral dämpfender Effekt einsetzen, der bei Schlaflosigkeit hilfreich ist. Guavenblätter können also als natürliches Schlafmittel eingesetzt werden.

Guavenblättertee stärkt das Immunsystem

Laut dem in Bangalore ansässigen Ernährungswissenschaftler Dr. Anju Sood “stärkt Guavenblatt-Tee das Immunsystem” und verringert so das Risiko verschiedener Krankheiten. Denn die Blätter enthalten viel Quercetin. Das Antioxidans schützt vor freien Radikalen, die Entzündungen verursachen können.
Die Vitamine der B-Gruppen, B2, B3, B5, B6, die für eine strahlende Haut sorgen und bei der Reparatur von Gewebe und Zellen helfen, sind in der Guave ebenfalls enthalten.

Guavenblatt-Tee fördert die Herzgesundheit

“Guavenblatt-Tee kann auch Ihrem Herzen und Kreislaufsystem zugute kommen”, sagt Anshul Jaibharat.

Veröffentlicht im “Journal of Human Hypertension” wurde der blutdrucksenkende Effekt nachgewiesen.

Entkrampfen und Blutdruck normalisieren geht auch direkt über das Blutdrucksteuerungssystem: den Sympathikus-Nerv. Hier mehr dazu.

 

Wirkstoffe der Psidium guajava

Guave-Blätter enthalten

  • ca. 10% Tannin,
  • ß-Sitosterol,
  • Guaijavolsäure und
  • Maslensäure
  • Triterpenoide,
  • ein Quercetinderivat (Quercetin-3-arabinosid),
  • Guaijaverin
  • Leucocyanidin,
  • Amritsoside

Sie enthalten ein ätherisches Öl, welches hauptsächlich aus Caryophyllen, ß-Bisabolene, Aromadendren, ß-Selinen, Nerolidiol, Caryophyllenoxid und Sel-11-en-4a-ol, Eugenol besteht.

Guaven-Fruchtpüree enthält Vitamine A,B und C. In den Guave-Früchten sind 2-3 mal mehr Vitamine enthalten wie in einer Orange.
Weiterhin sind Triterpenoide, ein Quercetinderivat, Guaijaverin und einige nicht identifizierte Stoffe enthalten.

Guave kann nicht überdosiert werden

Es gibt in der Fachliteratur keinerlei Höchstdosierungsangaben. Das lässt darauf schließen dass es auch keine Nebenwirkungen gibt.

Dennoch raten wir dazu, mit kleineren Mengen zu beginnen, denn jeder Körper reagiert anders.

Sehr wichtige Bemerkung:

Die Informationen in diesem Artikel sind nur für Bildungs- und Informationszwecke bestimmt. Es werden nur Hinweise und Vorschläge gegeben. Es handelt sich nicht um eine medizinische Beratung.

10Jun/19
Magnetfeldbehandlung

Was kann die Magnetfeldtherapie?

Was kann die Magnetfeldtherapie?

Und was kann sie nicht…

Unser Körper lebt im Magnetfeld der Erde und hat auch eigene Magnetfelder. Daher liegt es nahe, die mit der Magnetfeldtherapie eventuell geschwächte Magnetfelder des erkrankten Körpers zu regenerieren. Was kann die Magnetfeldtherapie? Und was nicht?

Auf dem Therapiemarkt gibt es verschiedene Geräten, die magnetische Impulse in das Körpergewebe eindringen lassen und hier das Magnetfeld kranker Zellen wieder aufbauen und stärken, damit sich der Körper schneller selbst heilen kann.

Dies wird mit schwachen elektrischen Stromimpulsen erreicht, die den Zellen einen Energieanstoß geben, sich auf das zu besinnen, was sie gut können, nämlich wieder gesund zu werden. Das bedeutet, dass die Magnetfeld-Therapie erfolgreich die Selbstheilungskräfte anstoßen, und dies frei von Nebenwirkungen.

Wenige Minuten im künstlich erzeugten Magnetfeld, regelmäßig 2 Mal pro Tag, da die Wirkung 12 Stunden anhält, genügen, um kleine Wunder zu wirken, so scheint es.

Es ist jedoch kein Wunder. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass diese feinen Ströme den Körper anregen, das zu tun, worauf er programmiert ist, sich selbst gesund zu erhalten.

Die Stimulierung des Stoffwechsels nutzen Sportlerinnen vor und nach dem Training, um fit zu bleiben, denn ein paar Minuten Liegezeit auf einer Magnet-Matte kann die Aufwärmphase vor dem Sport verkürzen, weil die Muskeln dann entspannter sind.

Frauen nutzen sie, um PMS hinter sich zu lassen

Ältere Menschen berichten davon, dass Altersflecken verschwinden, die Beweglichkeit gesteigert und der Blutdruck normalisiert wird.

Was kann die Magnetfeldtherapie?

Sie

  • hemmt Entzündungen
  • stärkt das Immunsystem
  • vitalisiert und belebt
  • lindert oder stillt Schmerzen
  • verbessert die Sauerstoffversorgung im Gewebe

Wie geht das?

Indem die roten Blutkörperchen sich freier bewegen können und mehr Sauerstoff in die Zellen transportieren können.

Meistens dauert eine Magnetfeldtherapie 9 bis 24 Behandlungen, die etwa 30 € kosten. (In Wien gibt es eine günstigere Möglichkeit).

Heutzutage sind es Hightech-AGeräte, mit denen pulsierende Magnetfelder künstlich aufgebaut werden. Sie liegen dabei bequem auf einer Magnetfeldmatte und entspannen sich 8 Minuten lang.

Wann ist es sinnvoll, sich auf die Magnetfeldmatte zu legen?

  • Wenn Ihre Gelenke schmerzen
  • wenn Sie eine Wunde, einen Knochenbruch oder einen Operationsnarbe schneller verheilen lassen wollen
  • wenn Sie Ihr Immunsystem stärken wollen
  • wenn Sie Infekte und Allergien lindern oder loswerden wollen
  • wenn Sie Ihre Knorpelstruktur verbessern wollen
  • wenn Sie Ihren Hormon-Haushalt regulieren wollen
  • wenn die Wirbelsäule wieder in Ordnung kommen soll
  • wenn Sie Kopfschmerzen und Migräne adieu sagen wollen
  • wenn Sie während der Menstruation frei und glücklich sein wollen
  • wenn Sie Ihren Blutdruck normalisieren wollen

Wie funktionieren Magnetfeldgeräte?

In einer Kupferspule werden für Sekundenbruchteile durch Stromstöße Magnetfelder aufgebaut. Diese Impulse regen die Zellen an, sich zu regenerieren. Das pulsierende Magnetfeld geht wellenartig durch den Körper und erzeugt einen Stromfluss, der die Zellen anregt. Frequenz und Stärke sind individuell steuerbar.

Die magnetischen Impulse dringen tief ins Gewebe ein und beeinflussen das Energiepotenzial der Zelle, was sich positiv auf Verletzungen und Entzündungen auswirkt. Die Zellanregung fördert die Durchblutung und den Zellstoffwechsel. Das ist es, was die Beschwerden lindert.

Was kann die Magnetfeldtherapie?

Und was kann sie nicht…

Es ist nicht möglich, mit der Magnetfeldtherapie schwere Krankheiten zu heilen! Egal was Ihnen irgendwo versprochen wurde. Glauben Sie es nicht.

Bei Krebs und Sucht-Krankheiten lindert das Magnetfeld die Nebenwirkungen der medizinischen Therapie. Aber die Heilung geschieht auf anderem Wege.

Wie funktioniert der schnellere Stoffwechsel mit dem Magnetfeld?

Das hat mit der Körper-Chemie zu tun, mit Glykogen und Laktat. Glykogen wird vor allem in Muskeln und Leber gespeichert. Laktat entsteht, wenn die Energiegewinnung ohne Sauerstoff (anaerob) abläuft, d.h. je höher die Laktat-Konzentration in Ihrem Blut, desto geringer Ihre Ausdauer.

Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Magnettherapie das Glykogen schneller in die Muskeln bringt und hohe Laktatwerte verhindert. Das steigert Ihre Leistungsfähigkeit.

Wie werden durch das Magnetfeld Schmerzen  gemildert?

Eine Studie an der Universität von Virginia, USA, ergab: Nachdem ca. 100 Patient*innen mit schmerzhaften Muskelerkrankungen sechs Monate lang auf Magnet-Matten schliefen, hatten sie deutlich weniger Beschwerden.

Das macht Hoffnung, muss jedoch noch weiter erforscht werden.

Wie hilft das Magnetfeld, Knochen zu heilen?

Knochen haben schwache elektrische Felder, die bei einem Bruch zusammenfallen können. Es wird vermutet, dass hier das Magnetfeld hilft, das körpereigene Magnetfeld wieder aufzubauen. Auch hier ist noch weiterer Forschungsbedarf gegeben.

Wenn Sie durch eine ergänzende Behandlung auf einer Magnetfeldmatte Ihren Medikamentenbedarf verringern können, ist das doch schon ein Schritt in die richtige Richtung, oder?

Magnetfelder helfen bei Depression und Epilepsie

Bemerkenswert sind die Studien zum Einsatz von Magnetfeldern bei Depressionen und Epilepsie.

Mit den Magnetfeldern soll die an Neurologischen Kliniken häufig noch angewandte Elektrokrampf-Therapie die Patient*innen mehr schonen.

Das wurde am Universitätsklinikum in Bonn mit Erfolg getestet. Dr. Michael Wagner erklärt in der Juni-Ausgabe 2005 des British Journal of Psychiatry, dass diese Behandlung völlig schmerzlos sei und keine Narkose erfordere. Epileptische Anfälle und Gedächtnisstörungen, wie sie bei der Elektrokrampf-Therapie auftreten, kamen bei dem neuen Verfahren nicht vor.

Gibt es bei der Magnetfeldtherapie Nebenwirkungen?

Im Prinzip nein. Jedoch kann es anfänglich kurz zu Verschlimmerung von Symptomen kommen. Betrachten Sie dies als Zeichen der eintretenden Wirkung und unterdrücken Sie diese Erstverschlimmerung nicht mit Medikamenten, damit die Wirkung der Magnetfelder aufrecht erhalten bleibt.

Wer soll die Magnetfeldtherapie nicht nutzen?

Sie sollten Magnetfeldtherapie nicht in Erwägung ziehen, wenn Sie

Herzschrittmacher oder andere Implantaten mit elektronischer Steuerung tragen oder eine der folgenden Krankheiten haben:

  • Angina Pectoris
  • Schilddrüsen-Überfunktion
  • Tuberkulose
  • Entzündungen
  • Blutungen
  • Pilzerkrankungen
  • Geschlechtskrankheiten
  • schwere Infektionen

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, bitte nur nach Rücksprache mit der ärztlichen Person Ihres Vertrauens, die sich mit Magnetfeldtherapie auskennt.