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15Dez/18
Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore,

Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore

In der südamerikanischen Ethnomedizin werden mit Jergon Magen- und Darmprobleme, Tumore  und  HIV behandelt.

Was gegen giftige Schlangenbisse hilft, kann auch bei anderen Krankheiten helfen. Jergón Sacha (Dracontium loretense) hat höchst wirksame Knollen und Wurzeln (Radix dracontii). Eine Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore.

Die Pflanze gehört zu den Araceae (Aronstabgewächsen, Dracontium loretense) und hat verschiedene einheimische Namen: fer-de-lance, sacha jergon, hierba del jergon, erva-jararaca, jararaca-taia, milho-de-cobra, taja-de-cobra

Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore: 2-3 g Jergon Pulver 2-3 mal täglich in Wasser gelöst zu trinken, soll auch gegen andere Krankheiten helfen.

Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore, Herkunft

Jergon Sacha ist eine tropische Pflanze, die im Unterholz aus einem langen, dicken Stängel wächst. Nur ein einziges, riesiges, tief geteiltes Blatt bildet sie. Wenn die Zeit kommt, in der sie die Frucht bildet, erreicht der dicke Stängel eine Wuchshöhe von 1-2 m und schaut aus wie ein junger Baumstamm. Die Frucht wächst in dem fleischigen Stängel in einer kastanienbraunen Blattscheide (Hülle) mit sehr leuchtend rotorangenfarbigen, beerenförmigen Samen. Die Blätter sehen ähnlich aus wie eine Dieffenbachia, nur viel größer, denn das Blätterwerk wird bis zu 2,5 m breit. Ca. 13 Arten gibt es in Südamerika.

Ethnobotanisch betrachtet wird Jergón Sacha als „Muster-Pflanze“ betrachtet, also so in der Naturheilkunde eingesetzt, wie sie aussieht, denn der Stängel und die Flecke schauen aus wie eine giftige Schlange aus Peru, die dort genauso genannt wird wie die Pflanze: Jergón Sacha, eine äußerst giftige Schlangenart (Bothrops).

Die Völker dieser Gebiete nutzen Knollen und Wurzelstock von Jergón Sacha als Gegengift bei Schlangenbiss, und zwar frisch. Die Wurzel wird schnell geschnitten, in kaltem Wasser zerstoßen und dann verabreicht. Die Knolle wird auf einem Bananenblatt klein geschnitten und auf die betroffene Stelle gelegt. Der Umschlag wird stündlich gewechselt. Mehr von der im Wasser zerstoßenen Wurzel wird jede dritte oder vierte Stunde verabreicht. Wenn dies unmittelbar nach dem Biss (binnen einer Stunde) geschieht, hat es eine starke Wirkung.

Einheimische Stämme in Guyana benutzen dieses Gegengift auch bei Stachelstich, Spinnenbiss oder Verletzungen mit Curare vergifteten Pfeilen. Vorbeugend peitschen sie sich Beine und Körper mit Blättern und Wurzeln von Jergón Sacha ein, um vor Schlangen- und Spinnenbiss geschützt zu sein.

Jergón Sacha wird auch zu anderen Zwecken benutzt. Das Knollen-Pulver wird bei Chlorose, Amenorrhea und Keuchhusten eingesetzt. Es wird auf die Haut aufgetragen bei Krätze (Scabies) und der Saft aus den frischen Knollen wird bei schmerzhaftem Mückenbiss eingesetzt. Die ganze Pflanze in Wasser zu zerstampfen und darin zu baden, hilft bei Gicht.

Jergón Sacha Pulver kann auch als Naturheilmittel für HIV-Kranke, bei Krebstumoren, gastrointestinalen Beschwerden, Hernien (Bauch-, Leistenbruch), Handtremor und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt werden. Es wird entweder eingenommen oder als Umschlag äußerlich angewendet.

Die Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore wurde von einem Arzt entdeckt.

Das Interesse für Jergón Sacha als Mittel gegen AIDS wurde durch einige Zeitungsartikel in der peruanischen Presse Anfang der 90er Jahre erweckt.

Der Held in diesen Zeitungsberichten war Dr. Roberto Incháustegui Gonzáles, Präsident der Kommission für sexuell übertragbare Krankheiten im Rahmen des Peruanischen Instituts für Sozialfürsorge (ESSALUD) in Iquitos.

Die Medien berichteten über erstaunliche Ergebnisse, die bei AIDS-Kranken mit Pflanzen-Extrakten in den Jahren 1989-1993 erreicht wurden. Einer dieser Extrakte war aus den Knollen von Jergón Sacha (D. peruvianum) mit antiviraler Wirkung; der andere war aus Ranken der Katzenkralle Uncaria tomentosa gewonnen als immun-stimulierendes Mittel.

Dr. Incháustegui fand heraus, dass die meisten HIV-Kranken nach dieser Behandlung als negativ diagnostiziert wurden und nach ca. 6 Monate zurück ins normale Leben konnten.

Jetzt ist es an Dr. Incháustegui, zu dieser Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore und die Erfahrungen dieser Fälle in eine wissenschaftliche Form zu bringen. Was zu seiner Arbeit in Iquitos regelmäßig in den letzen zehn Jahren in der peruanischer Presse veröffentlicht wurde, gilt ja noch nicht als wissenschaftlicher Beweis.

Aber die Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore, Jergón Secha, scheint nicht nur gegen das HIV-Virus, sondern auch gegen andere Krankheiten wie Herpes zoster zu helfen. Diese Erkenntnisse haben enormes Interesse für Jergon Sacha seit Ende der 90er Jahre auf dem Weltmarkt hervorgerufen

Tausende Kilos Jergón Sacha wurden in den letzten Jahren nach Europa exportiert, was direkte Auswirkungen auf den Anbau der Pflanzen verursachte. Da die ganze Wurzel-Knolle geerntet wird, stirbt die Pflanze und muss sofort wieder angebaut werden. Innerhalb der letzten 5 Jahre wurde ein Anbauverfahren entwickelt, das sich bewährt hat. Genau dort, wo eine Jergon Pflanze entnommen wird, kommt ein neuer Samen hinein, an exakt dieselbe Stelle, gleich nach der Ernte.

Zusätzlich werden ehemalige Kokaplantagen und entwaldete Gebiete mit biologischen Methoden neu und organisch aufgebaut, um langfristig den Weltmarkt beliefern zu können.

Die Wissenschaft beginnt erst jetzt, diese Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore richtig zu erforschen, um bald klinische Studie zu veröffentlichen, die ihre Eigenschaften beschreibt. Eines kann schon festgestellt werden, nämlich die phytochemische Zusammensetzung der Knolle:

Alkaloide, Flavonoide, Fenol, Saponine, Sterole, Triterpene und Stärke.

Sobald die Wirkung gegen Schlangenbiss klinisch bestätigt ist, kann damit auch die antivirale Wirkung bei HIV erklärt werden. Denn die bisherigen Antiretrovirus-Arzneien sind Protease hemmende Mittel (Inhibitoren). Sie verhindern die Reproduktion des HIV-Virus – es kommt zur Blockierung der aktiven Bestandteile des HIV-Virus, d. h. der Proteasenenzyme. Mit solchen blockierten Enzymen reproduziert sich der Virus auf „defekte“ Weise und kann keine weiteren Zellen infizieren. Bei der  heute bekanntesten HIV-Therapie werden „Proteaseninhibitoren“ mit anderen Antiretrovirus-Drogen kombiniert, die den Virus direkt angreifen. Proteasen sind in jedem Lebewesen vorhanden: es sind Protein-verdauende Enzyme.

Proteasen sind die Hauptkommponenten von Schlangen- und Spinnengiften. Die Umgebung der Biss-Stelle stirbt ab, weil die Giftproteasen stark und zerstörend wirken. Die Wirkungskraft der Proteasen hängt von der Menge des geschädigten Gewebes ab. Viele Naturheilmittel wurden in solchen Fällen mit Erfolg eingesetzt, besonders die, welche schnell und direkt auf die Biss-Stelle aufgelegt werden. Jergon Sacha wurde ebenfalls als natürlicher Protease-Iinhibitor klinisch überprüft.

Die Regenwaldknolle gegen HIV und Tumore und neue Chemikalien und Drogen in Amazonien sind Beispiele für das Interesse der Wissenschaft für die Pflanzen, die den Einheimischen als Gegengifte bei Schlangenbiss dienen.

Es ist wahrscheinlich, dass Dr. Incháustegui während des Heilungsprozesses von HIV-Kranken solchen natürlichen Protease-Hemmern in Jergón Sacha begegnet ist.

Es ist jedoch notwendig, weitere klinische Tests durchzuführen, um die Mechanismen gegen Viren und Schlangenbiss beweisen zu können. Denn ohne einschlägige Untersuchung, die ihre phytotherapeutische Wichtigkeit bestätigen würde, wird es noch lange dauern, bis sie sich als ernstes Naturheilmittel in der „modernen Welt“ durchsetzt.

Kontraindikationen:
Keine bekannt

Nebenwirkungen:
Keine bekannt

Traditionelles ethnomedizinisches Rezept:
In der peruanischen Naturheilkunde wird empfohlen, 2-3 g Knollenpulver 2-3mal täglich oder 3-5 ml Knollenextrakt zu verabreichen.

Phytoterapeutische Eigenschaften:
Antiasthmatikum, Antivirotikum, Immunostimulans, Cytostatikum, Antiseptikum, Tonikum

Phytochemische Zusammensetzung:
Alkaloide, Floronoide, Fenole, Saponine, Sterole, Triterpene

Quellen
Amazonian Ethnobotanical Dictionary, DUKE A.J., VASQUEZ R., C.R.C. Press, Boca Raton, USA, 1994, ISBN 0-8493-3664-3
Diccionario enciclopedico de plantas utiles del Perú, BRACK EGG A., CBC – Centro de Estudios Regionales Andinos «Bartolomé de Las Casas» , Cuzco, Perú, 1999 , ISBN 9972-691-21-0
Herbal secrets of the rainforest , TAYLOR L. , Prima Health a division of Prima publishing, CA, USA, 1998, ISBN 0-7615-1734-0
Salud para todos, LACANZE D., ALEXIADES M., Fenamed, Madre de Dios, CBC – Centro de Estudios Regionales Andinos «Bartolomé de Las Casas», Cuzco, Perú, 1995, ISBN 84-8387-023-1
Sesenta Plantas medicinales de la Amazonía Peruana, DESMARCHELIER C., WITTING SCHAUS F., eBio2000, Lima, Perú, 2000, ISBN 9972-9186-0-2
The Healing Forest, SCHULTES E.R., RAFFAUF R.F., DioscoridesPress, Portland (OR), USA, 1992, ISBN 0-931146-14-3
Vocabulario de los nombres vulgares de flora peruana, SOUKUP J. SDB, Editoria Salesiana, Lima, Perú, 1975

30Nov/17

Dieser Schleimlöser kann es – Ambay-Blätter-Tee

Ambay Blätter und Rinde lockern die Bronchien

Cecropia adenopus Martius oder C. pachystachya TREC, Familie Moraceae, so nennt sich ein Baum, der in Paraguay dafür bekannt ist, dass seine Blätter und Rinde einen Schleimlöser-Aufguss ergeben, der den Schleim verflüssigt, so dass  unser Körper sich leicht davon befreien kann.

Besonders bei Bronchial- und Herzasthma wir der verwendet, und zwar hauptsächlich Blätter und Rinde, frisch oder getrocknet. Blattstiele und Rippen werden entfernt.

Der Schleimlöser hat noch andere Bezeichnungen:
Ambai, amba-i, amba, Ambay, ija bat, imbauba, embauva, umbauva, imbauva, ambaiba, palo de lija.

Seine Wirkung: schleimlösend und antiasthmatisch
Bei Husten, Raucherhusten, Masern, Grippe, Katarrh, Asthma, insbesondere bei Herzasthma.

Die Schleimlöser-Anwendung von Ambay ist ganz einfach

3 Esslöffel Blätter und Rinde auf einen Liter Wasser mindestens 5 Min kochen lassen, davon drei bis fünf Tassen pro Tag, zuerst auf leeren Magen, die folgenden vor den Mahlzeiten trinken.
Die Menschen in Paraguay empfehlen bei Herzasthma und Bronchialasthma den Tee mit Yacon zu süßen.

Getrocknete Ambay Blätter und Rinde erhalten Sie hier.

Beschreibung des Ambay-Baumes
Ambay (Cecropia adenopus) ist ein Laubbaum aus der botanischen Familie der Cecropiaceas. Er wächst in tropischen und subtropischen Gebieten im Nordosten von Argentinien, in Paraguay und Brasilien und der Amazonas-Region von Bolivien. Es kann bis zu 15 m hoch werden und sein Stamm hat einen Durchmesser zwischen 2 und 3 m mit hoher Parasol-förmiger Krone. Er bringt Blüten und Früchte das ganze Jahr über hervor. Ambay wird auch als Zierpflanze und essbare Früchte verwendet.

Volksmedizinischer Gebrauch

Die Einheimischen aus diesen Gebieten setzen Ambay schleimlösend und antiasthmatisch bei katarrhalischen Erkrankungen der Atemwege ein.

CHEMISCHE Komponenten von Ambay

Dominguez (1928) zitiert von Peckolt (Hist. das plantas medicinais é uteis do Brazil, fasc. V. 1893 – 858), schreibt: frische Ambay-Rinde enthält:

• Wasser 66%
• Cecropin 0,026
• Cera, Chlorophyll, Harz, Ether und Alkohol 3,136
• Gerbsäure 0,168
• Zucker usw. 1,131
• Eiweißstoffe und Gummiarten 3,150
• Mineralsalze 3,020
• Cellulose, vasculosa 23,250

Soraru und Bandoni (1978), zitiert von Floriani, L. [In: Rev. C. Est. Farm. y Bioq., Bs. As., 30 (1):30),1940], erwähnen, dass die Rinde Cecropin und Gerbsäure enthält, ebenso ambaína, ambaicina, Cecropin und cecropinina .

Einsatzmöglichkeiten und Eigenschaften von Ambay

J.A. Domínguez (1928:84, 235-248) schreibt: „Die Cecropias werden für medizinische Zwecke von den Eingeborenen von Mexiko im Nordosten Argentiniens als Heilmittel insbesondere für katarrhalische Erkrankungen des Respirationstraktes verwendet.“ Und über die pharmakodynamische Wirkung: „Die Rinde und Blätter von Cecropia adenopus Martius sind am weitesten verbreitet in der Volksmedizin als schleimlösend und antiasthmatisch, vor allem bei Herzasthma.“

Ragonese und Milano (1984:87) erwähnen, dass Ambay in der Volksmedizin als schleimlösend, anti-asthmatisch und kardiotonisch verwendet wird. Dominguez Soto, zitiert von Floriani (1939), schreibt, dass sie eine pharmakodynamische Studie durchgeführt haben, die den Nachweis erbringt, dass Ambay die Wirkung von Digitalis verstärkt.

Ambay wurde von den paraguayischen Truppen im Krieg zwischen Paraguay und Bolivien, 1932 bis 1935, als Schleimlöser und Hustenstiller eingesetzt.

Als Inhaltsstoffe von Cecropia adenopus Martius sind die freien Fettsäuren C16–C26, die Kohlenwasserstoffe C28–C33, die Fettsäuren des Wachses C16–C32 sowie die Wachsalkohole C20–C32 qualitativ nachgewiesen.